Heute gibt´s ein Rezept - für alle, die noch selbst und frisch kochen
(soll es ja auf Mallorca auch geben...) oder für die Rezeptecke...
Rezept
Composition der Sinne
Heute: Tagliatelle mediterran
Für 2 Personen:
250 gr. Tagliatelle (Nester), Qualitätsnudeln aus DurumHartweizen, die etwas „dickeren“, die halten die 2 Kochvorgänge durch
150-200gr. Schafskäse (griechisch) Feta-Art, eingelegt in Kräuteröl, gewürfelt
1 Dosegehackte Tomaten oder frisch
1 große Handvoll Rucola, frisch
1 kleineSchalotte oder die Schalotte des jungen, in unserem Fall, ägyptischen
Knoblauchs ohne Zwiebel
3-4 ELKräuteröl (vom eingelegten Käse) oder Olivenöl
Meersalz/Pfeffer aus der Mühle
Die Tagliatelle bissfest kochen, abgießen, währenddessen etwas Öl in der gläsernen (oder Keramik)-auflaufform mit den Tomaten im vorgeheizten Ofen erhitzen (180 °C),Kräuter hacken und auf einem Teller anrichten (mit 1-2 EL Öl kurz durchmischen). Nudeln in der Form mit etwas Öl durchmischen, dann Käse, Pfeffer dazu und mit den Tomaten durchmischen.
Ab in den Ofen. In ca. 10 Minuten ist alles fertig.
Die Kräuter nun einfach frisch über die auf dem vorgewärmten Teller angerichteten Nudeln streuen.
Bon appétit.
Und dazu: Wir trinken einen trockenen französischen Rosé d`hérault.
Heute gibts ein NEUES essay, denn immer nur Bilder betrachten...
Ralf Wendling
Essay
Augenblicke in der Natur
Wandertag
Müllers Lust. Schusters Rappen. Anachronistische Bewegungsabläufe in unserer technisierten Welt? Mehr?
Freie Flüsse in freier Natur. Intuition in Gegenwart eines Grashalmes. Smaragde.
Malachite. Moosachate. Geschliffenes und ungeschliffenes Sein. Die Perle hängt im strahlendblauen Firmament.
Tropfen. Auf meiner Stirn. Hemd. Hose. Strümpfe. Naß. Etwas verlässt mich. Noch nicht die Kraft. Altes geht.
So entsteht Platz für Neues. Quelle der Kraft. Unbeschwerte Heiterkeit.
Den kleinen Hügel erklimme ich. Die widerspenstigen Dornen der Brombeere, meterlang und wadenhoch, erinnern mich daran, dass ich mich erst am Fuß des Berges befinde. Reizende Brennessel erinnert mich an meine kurzen Hosen.
Der Hügel wächst. Meine Energie schwindet. Beschleunigter Schritt durchs brennende Grün. Knackig. Die kleinen Mückchen sind sehr aktiv. Ihr leises, gieriges Surren verrät sie. Durst. Hunger. Sehnsucht. Nach mir. Verzehrend.
Ich laufe schneller. Atme schneller. Meine Freundin lächelt. Ihr Stand verrät sie.
Hoch oben erstrahlt SIE mit all ihrer Macht. Erreichbar?
Menschen suchen den Sinn des Lebens. Den Kick. Dem Himmel so nah.
Während ich mich am Quellwasser labe, wandern meine Gedanken auf den Mount Everest. Ich sehe endlose Ketten von Menschen, Typ Jack Wolfskin, die , hubschraubereskortiert und von aller Last befreit ihrem Trieb folgen. Golfspieler am Berg. Gestern war es noch Tennis. Die Welt ist erschwinglich.
Hormon- und eiweißgestärkt, Gesichter unkenntlich, entstehen Helden.
Im Basislager entsteht Abfall, den eine naturverachtende Sehnsuchtsindustrie schafft und liegenläßt.
Mein kleiner Berg liegt vor mir. Keine Illusion. Aber auch kein Härtetest. Ich durchwate einen Bach. Schuhe aus.
Leise, das Gemurmel, die Vita des Beschaulichen nicht stören. Flusskrebse. Wasserläufer. Klar erkennbar. Steinchen glitzern im Wettbewerb um den schönsten Sonnenplatz. Bewegung.
Jetzt Geröll. Kiefern und Eichen säumen den Aufstieg. Keine Gewalt. Trinken.
Kein Sherpa in der Nähe. Einsamkeit auf 600 m Höhe. Geschätzt. Ist ja kein Höhenmesser dabei. Auch kein GPS. Wozu auch?
Vertrauen in die Sinne. Leitstrahlen der eigenen Tiefe. Empfindsames Tasten auf verwunschenen Pfaden. Kein Kick. Der Wahnsinn bleibt denjenigen vorbehalten, deren Sein ohne den minütigen Ausruf „ultimativ“ nicht mehr vorstellbar ist.
Wandertag.
Während sich exzessive Massenhorden von Asphaltläufern durch den Großstadtdschungel wälzen, die verbrauchten Energien der Mitläufer einatmen und , Litfasssäulen gleich, Aushängeschilder der Sponsoren sein dürfen, schlängele ich mich, zwar auch schweißgebadet, jedoch ohne herzgefährdende Asphaltschockwellen den Berg hinauf.
Eine erste Anhöhe eröffnet mir Anschauungsweisen, die , unbeeinflusst von Abgasschwaden und Elektrosmog, meine Ströme fließen lassen.
Was fühlt der Bungee-Jumper, wenn er oben auf dem Hochhaus steht oder auf dem Kran? Assoziiert er sein Gummiseil mit dem freien Erleben in der Natur?
Oder reduziert nicht vielmehr dieser „endliche“ Spaß, bei dem es „nur“ ums Leben geht, nicht die unbeschreiblich schönen Augenblicke in der Natur auf ein pervertiertes Mindestmaß bodenloser Lebensverachtung?
Vögelzwitschern. Das Tirili des Hügels. Auch ein Osthang hat seine Tücken.
Vor allem Richtung Süden. Im Süden ankommen.
Wie beneide ich jetzt die nordic-walker mit ihren, perfekt auf den allzu athletischen
Körper angepassten Stöcken, Ton-in Ton mit Schuhchen und Mützchen.
Mätzchen. Industriemätzchen. Die Körpermitte ist da, wo die Balance ist.
Ein Betrunkener mit zwei Stöcken ist nicht plötzlich wieder nüchtern.
Oh buntes, geführtes Naturerleben. Hintereinander. Parallel. Stöcke im Gleichschwung. Nicht die Konzentration auf das lebendige Grün der Umgebung macht hier den Reiz, sondern das Balancieren auf zwei Gehhilfen.
Was nützt einem der eigene Schwung, die eigene Dynamik , wenn sie von
Stolperstöcken zu Fall gebracht wird?
Die brennende Sonne auf meinem Haupt offeriert mir halluzinogene Zerrbilder
der pseudosportlichen Wunschdenker.
Brennen. Zulassen. Kein Helm. Keine Mütze. Kein Schirm trennt mich vom sehnsuchtvollen Schmachten nach der Erfüllung wilder Träume…
Biergärten…
Kommen erst in der nächsten Dekade nach Frankreich.
Noch ist Wandertag.
Albträume am Wandertag? Nein. Geweckte Emotion. Durch die ungefärbte Betrachtung von Gestein, Pflanze und Kosmos wabern die Gedankenströme philosophischer, metamorphosischer und anthroposophischer Ideen im wollüstigen Kleid durch meine Energiebahnen und verdichten sich zu einem harmonischen Glücksgefühl.
Weniger die Frage, als die naturgegebene, vor mir liegende Antwort beschäftigt mich:
Der Ausdruck des Seins. Ich stehe, sitze und liege auf meiner Insel und will nie mehr weg.
Zarte Knospen unverfälschten, vollkommenen Geschmacks benetzen meine Zunge, Tautropfen gleich.
Es schneit. Die Schneeschuhe. Langlaufskier. Weißes Erwachen. Ein Labyrinth aus weißem Wasser.
Alles scheint heute möglich. Ich gleite dahin.
Phantasievoll. Grenzenlos.
Wandertag.
Arno Bartl an Donnerstag, den 11. August 2011 um 18:11 Uhr
Danke Stefan, hab mich gefreut über deine Grüße. Schön das du wieder heil und Gesund wieder aus dem Urlaub zurück bist.Hab ja schon deine Fotos angeschaut.
Aug 11
Kristian Cobovic Trinke grade ein großes Bier am Strand für 1,20€.... :p
Arno Bartl an Sonntag, den 17. Juli 2011 um 19:11 Uhr
Die USA ist in der Anfangsphase dominierend. Mein Tipp ist aber das die Japanerinnen es machen. Schaun mer mal, wie es ausgeht. Wünsche dir einen schönen Fußballabend Gruß Arno
Arno Bartl an Sonntag, den 17. Juli 2011 um 22:39 Uhr
*** J A P A N ist W E L T M E I S T E R ***
Jul 17
Kristian Cobovic ganz am Anfang war mein Tipp Deutschland USA Finale, jetzt wird es doch die USA machen
Arno Bartl an Dienstag, den 05. Juli 2011 um 15:43 Uhr
Stefan dein Tipp fehlt noch. Drcke unseren Mädels die Daumen !!! Ich kann das Spiel leider nicht live anschauen. Tina hat heute um 21:30 Uhr einen CT Termin und ich fahr sie dahin. Hoffe da kommt endlich raus wovon ihre Schmerzen herkommen.
Johanna Schnitz,
Donnerstag, den 14. April 2011 um 12:15 Uhr
Meine Gruppe Kochrezepte...und mein Herd würden sich über neue Rezepte freuen.... ;-)
Johanna Schnitz,
Sonntag, den 19. September 2010 um 14:03 Uhr
Ich freu mich auch auf mehr Rezepte lieber Ralf...
ralf wendling,
Dienstag, den 29. Juni 2010 um 12:38 Uhr
Hallo an alle, die auf der glücklichen Insel sein dürfen (bzw. die Insel vor Augen haben); Danke für das Ständchen und die Wünsche; kann ich ja gar nicht alles beantworten... Obwohl, wer, wie ich, hier ständig faul in der Sonne liegt und den Hund krault...
Sonnige Tage! Ach so; für Anna Mayer; beim Singen bitte die Kinnlade etwas locker lassen, den Mund öffnen, damit Luft hinein und Töne herauskönnen - oder ein Atemseminar (mit Stimmübung) bei mir in Südfrankreich buchen; dürfen die anderen -natürlich- auch.
Tatiana Harris on Dienstag, den 29. Juni 2010 um 13:12 Uhr
Da bekommt der Herr ein Ständchen und beschwert sich noch ;-)
Stefan Glänzer on Dienstag, den 29. Juni 2010 um 14:33 Uhr
mmuuuahhh
ralf wendling on Dienstag, den 29. Juni 2010 um 16:38 Uhr
Alors, so wie Stefan geht´s mir auch; mmuuuahhh, damit fängt die Atemübung an; bin mal gespannt, wie sich Tatianas Stimme anhört...
Anna Mayer,
Montag, den 28. Juni 2010 um 16:33 Uhr
Happy Birthday to you, happy Birthday to you!!!!!!!!!!!!!!
Das wünsche ich Euch A L L E N auch.